Segmentierung

Teil von Kundenbindungsdaten

Doppelte Kundenprofile vor Auswertungen bereinigen

Dubletten vor Kundenanalysen prüfen, Fehlverknüpfungen vermeiden und die Wirkung von Profil- und Ereigniskorrekturen auf Berichte offenlegen.

Doppelte Kundenprofile können dieselbe Kundenbeziehung zweimal zählen oder Käufe und Kontakte auf mehrere Datensätze verteilen. Identifizieren Sie mögliche Dubletten, prüfen Sie die Identität und dokumentieren Sie ihre Behandlung vor der Auswertung. Gleiche Namen oder Adressen reichen für eine Zusammenführung nicht aus.

Die Zähleinheit zuerst festlegen

Soll der Bericht Personen, Konten, Verträge oder Geschäftskunden zählen? Eine Person kann mehrere Konten besitzen, ein Haushalt eine Adresse teilen; bei einem Geschäftskunden können mehrere Beschäftigte berechtigt handeln. Eine Bereinigung ist nur richtig, wenn sie zur Zähleinheit des Berichts passt.

Notieren Sie auch, welcher Fehler die Entscheidung verändert. Bei einer Wiederkaufquote können Erst- und Folgekauf auf getrennten Profilen liegen. Eine falsche Zusammenführung zweier Personen kann dagegen vertrauliche Vorgänge vermischen.

Kandidaten finden und Identität prüfen

Eine bestätigte Kundenkennung oder eine vom Kunden dokumentiert veranlasste Verknüpfung kann ein starker Hinweis sein. Namensvarianten, gleiche Postadressen und ähnliche E-Mail-Adressen markieren allenfalls Kandidaten. Prüfen Sie widersprüchliche Angaben, bevor Sie Profile verbinden.

Befund / Behandlung

Gleiche bestätigte Kennung in zwei technischen Datensätzen
Ursache und Zuordnung nach einer festgelegten Regel prüfen.
Gleiche Adresse, verschiedene Personen erkennbar
Profile getrennt lassen.
Ähnliche Namen, widersprüchliche Kennungen
Zur Klärung markieren.
Alter und neuer Kontaktweg in getrennten Profilen
Bestätigte Änderung oder zweite Person prüfen.

Eine feste Matching-Schwelle lässt sich daraus nicht ableiten. Die Regel muss zum Datenbestand und zum Risiko einer Fehlverknüpfung passen.

Konflikte je Feld und Ereignis behandeln

Nach einer gerechtfertigten Zusammenführung braucht jedes relevante Feld eine maßgebliche Quelle. Der zuletzt importierte Eintrag ist nicht zwingend der sachlich neueste. Halten Sie Herkunft sowie Ereignis- und Erfassungszeitpunkt fest.

Bei Einwilligungs- oder Werbewiderspruchsangaben sind Quelle und Zuordnung besonders sorgfältig zu prüfen. Halten Sie ungeklärte Zuordnungen als solche fest, statt sie als eindeutig zu behandeln.

Bereinigen Sie Transaktionen getrennt von Profilen. Eine gültige Bestellung darf durch eine Profilzusammenführung nicht verschwinden. Prüfen Sie jedoch, ob Original und Import denselben Kauf doppelt darstellen.

Die Berichtswirkung offenlegen

Halten Sie für den betroffenen Bericht fest, wie viele Kandidaten verbunden, getrennt belassen oder ungeklärt sind und wie die Entscheidung Grundgesamtheit und Ergebnis verändert. Ungeklärte Fälle können je nach Frage gesondert ausgewiesen werden; die Behandlung muss im Bericht erkennbar sein.

Bewahren Sie Regelversion und Datenstand auf, damit eine spätere Änderung der Quote nicht fälschlich als verändertes Kundenverhalten erscheint.

Die Bereinigung rechtfertigt keine unbegrenzte Sammlung zusätzlicher Abgleichmerkmale. Informieren Sie betroffene Personen darüber, wie und zu welchen Zwecken ihre personenbezogenen Daten verarbeitet werden.

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