mobile, phone, technology, internet, wireless, hand, smartphone, cellphone, business, online, app, touchscreen, entertainment, network, digital, media, touch, messaging, mobile phone, digital device, social, dialing, multimedia, holding
Foto von F1Digitals auf Pixabay

Lebenszyklus-Kommunikation

Teil von Lebenszyklus-Kommunikation

E-Mail, In-App und SMS nach Aufgabe auswählen

Welcher Kontaktweg passt zur Kundenaufgabe? E-Mail, In-App und SMS nach Kontext, Zeitbezug, Nachlesbarkeit und Zulässigkeit auswählen.

Wählen Sie den Kontaktweg danach, wo und wann die Person eine Information verwenden kann. Eine Mitteilung innerhalb der Anwendung hilft bei einem dort bearbeiteten Schritt. E-Mail eignet sich für mehr Kontext und zum Nachlesen. SMS kommt für einen kurzen Hinweis mit echtem Zeitbezug in Betracht.

Prüfen Sie für jeden Weg gesondert, ob Inhalt und Ansprache zulässig sind.

In-App, E-Mail und SMS im Vergleich: Ortsbezug, Nachlesbarkeit, Zeitbezug

  • In-App: OrtsbezugHinweis direkt an einer Auswahl, einem Fehler oder einem offenen Vorgang; erreicht nur Personen, die diese Oberfläche nutzen.
  • In-App: NachlesbarkeitEinmaliger Hinweis ist flüchtig; ein dauerhaftes Postfach oder der betreffende Vorgang kann die Information dauerhaft vorhalten.
  • E-Mail: KontextHintergrund einer Änderung und nächster Schritt lassen sich ausführlich erklären; betroffener Vorgang eindeutig bezeichnen.
  • E-Mail: NachlesbarkeitZum Nachlesen geeignet, Zustellung und Lesen aber nicht garantiert; der maßgebliche Vorgang sollte den aktuellen Stand zeigen.
  • SMS: ZeitbezugKurzer Hinweis auf eine nahe Änderung, etwa eine kurzfristige Terminänderung; wenig Raum für Erklärung.
  • SMS: NachlesbarkeitNicht zum Nachlesen gedacht; fehlen wesentliche Details, muss ein verlässlicher Weg zu ihnen bestehen.

Erst die Aufgabe, dann den Kanal bestimmen

Beschreiben Sie zunächst das Ziel ohne Kanalnamen: „Die Person soll die neue Terminzeit erkennen“ oder „Sie soll einen begonnenen Schritt mit der richtigen Information abschließen.“ Fragen Sie dann, ob sie dafür gerade in der Anwendung sein muss. Klären Sie außerdem, ob Details später auffindbar bleiben sollen und wie viel Zeit bis zur Entscheidung bleibt.

AufgabeMöglicher WegWichtige Grenze
Hilfe bei einer gerade sichtbaren AuswahlIn-AppEin Hinweis in dieser Oberfläche erreicht nur Personen, die sie nutzen.
Längere Erklärung mit mehreren SchrittenE-MailZustellung und Lesen sind nicht garantiert; der maßgebliche Vorgang sollte den aktuellen Stand zeigen.
Kurzer Hinweis zu einer nahen ÄnderungSMSWenig Raum für Erklärung; Nummer, Zulässigkeit und Folgen ausbleibender Wahrnehmung prüfen.

Das sind Einsatzmöglichkeiten, keine garantierten Zustell- oder Wirkungswerte. Ein dringender Sachverhalt wird durch eine SMS nicht automatisch rechtzeitig wahrgenommen. Wenn eine ungelesene Nachricht erhebliche Folgen hätte, braucht die Leistung einen passenden weiteren Prozess.

Kanalwahl in fünf Schritten: von der Aufgabe zum Kontaktweg

  1. Aufgabe ohne Kanalnamen beschreibenZum Beispiel: „Die Person soll die neue Terminzeit erkennen“ oder „Sie soll einen begonnenen Schritt abschließen“.
  2. Präsenz in der Anwendung prüfenMuss die Person gerade in der Anwendung sein, damit der Hinweis an der richtigen Stelle wirkt?
  3. Nachlesbarkeit klärenSollen Details später auffindbar bleiben? Ein einmaliger Hinweis ist für dauerhafte Bedingungen oft zu flüchtig.
  4. Zeit bis zur Entscheidung bestimmenJe kürzer die Frist, desto eher kommt ein kurzer Hinweis mit echtem Zeitbezug in Betracht.
  5. Zulässigkeit je Weg prüfenInhalt und Ansprache für jeden Kanal gesondert bewerten – die Kanalwahl allein erteilt keine Versandberechtigung.

In-App für einen Schritt am richtigen Ort

Ein Hinweis innerhalb der Anwendung kann direkt an einer Auswahl, einem Fehler oder einem offenen Vorgang stehen. Er sollte sagen, was die Person jetzt tun kann. Wer diese Oberfläche nicht nutzt, wird durch einen nur dort eingeblendeten Hinweis nicht kurzfristig erreicht.

Prüfen Sie, ob die Information später wieder auffindbar sein muss. Ein einmaliger Hinweis ist für eine dauerhafte Bedingung oft zu flüchtig; ein dauerhaftes Postfach oder der betreffende Vorgang kann eine andere Funktion erfüllen. Die konkrete Gestaltung der Anwendung entscheidet, was tatsächlich sichtbar und abrufbar ist.

E-Mail für Kontext und Nachlesen

Eine E-Mail kann den Hintergrund einer Änderung und den nächsten Schritt erklären. Bezeichnen Sie den betroffenen Vorgang eindeutig und beschränken Sie persönliche Angaben auf das Erforderliche. Ändert sich der Stand nach dem Versand, sollte der maßgebliche Vorgang die aktuelle Information zeigen.

E-Mail ist nicht automatisch eine zulässige Werbefläche. Für Werbung mittels elektronischer Post verlangt § 7 UWG grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Die Ausnahme für eigene ähnliche Angebote an Bestandskunden greift nur, wenn alle gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind. Auch ein werblicher Zusatz zu einer Vorgangsinformation muss nach seinem tatsächlichen Inhalt beurteilt werden.

SMS kurz und eindeutig einsetzen

Eine SMS sollte eine klar benannte Aufgabe tragen, etwa einen Hinweis auf eine kurzfristige Terminänderung. Fehlen wesentliche Details, muss ein verlässlicher Weg zu ihnen bestehen. Nutzen Sie SMS nicht allein wegen vermuteter Aufmerksamkeit; entscheidend sind Bedarf, Kontaktberechtigung und mögliche Folgen einer verspäteten Wahrnehmung.

Bei werblicher SMS sind deshalb die einschlägigen Anforderungen an Werbung und personenbezogene Daten zu prüfen.

Kombinationen begründen

Manchmal erklärt eine In-App-Mitteilung den eigentlichen Schritt, während eine externe Nachricht nur auf eine wichtige Änderung hinweist. Legen Sie für beide Wege getrennt fest, was sie sagen und wann sie entfallen. Zwei gleichlautende Aufforderungen über verschiedene Kanäle können unnötige Kontakte erzeugen.

Dokumentieren Sie Kundenaufgabe, benötigten Zeitpunkt, maßgeblichen Informationsort, Kontaktpräferenz und rechtliche Prüfung. Auch bei In-App-Werbung hängt die rechtliche Einordnung von der konkreten Ausgestaltung ab; die Kanalwahl allein erteilt keine Versandberechtigung.

Zulässigkeit vor dem Versand prüfen

  • E-Mail-Werbungvorherige ausdrückliche Einwilligung nach § 7 UWG einholen
  • Ausnahme für eigene ähnliche Angebote an Bestandskunden nur nutzen, wenn alle gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind
  • Werblicher Zusatz zu einer Vorgangsinformationnach dem tatsächlichen Inhalt beurteilen
  • Werbliche SMSAnforderungen an Werbung und personenbezogene Daten prüfen
  • In-App-Werbungrechtliche Einordnung hängt von der konkreten Ausgestaltung ab
  • Kundenaufgabe, benötigten Zeitpunkt, maßgeblichen Informationsort, Kontaktpräferenz und Prüfung dokumentieren

Mehr aus Lebenszyklus-Kommunikation